Publikationen

Vorträge

Die Lust am Unsichtbaren – Feinstoffliche und spirituelle Aspekte der Körperpsychotherapie

Zusammenfassung

Eröffnungsvortrag der 24. GBP-Fachtagung Oktober 2023

Spiritualität & Therapie

Von Grenzerfahrungen, die das Leben bereichern.

In der Körperpsychotherapie spüren wir uns durch Gefühle hindurch. Zunehmend werden essenzielle Aspekte unseres Wesens berührt. So wird der therapeutische Prozess spirituell.

In der Mediation erfahren wir grenzenlosen Dimensionen. Und kommen in Kontakt mit der Begrenztheit des Daseins. Die Integration schwierigen Lebensaspekte wird wichtig.

Beide Felder berühren einander unweigerlich. In diesem Vortrag möchte ich den Versuch wagen, diese gegenseitige Befruchtung zu erforschen.

Autorin: Bettina Specht

Artikel

Von der Dunkelheit ans Licht

Zusammenfassung

Unsere Welt ist geprägt von visuellen Eindrücken. Social Media, Computer und Fernsehen, Filme und Bücher, allerorts Werbung ziehen die Aufmerksamkeit nach außen. Nicht alles im Blick zu haben, wird schnell  bedrohlich erlebt. 
Viele unbewusste Inhalte liegen im Dunkeln verborgen. Da ist es verführerisch sich abzulenken. 
Permanent das Augenmerk auf etwas außerhalb von uns zu richten, scheint schon fast normal. Die Bilder und die Zeit um uns herum erwecken den Anschein zu rennen. Und wir hetzen mit unserer Aufmerksamkeit hinterher.
Auf der anderen Seite sind die geschlossenen Augen im Schlaf, bei einer tiefen Entspannung oder während einer Massage zutiefst wohltuend. Vertrauen entfaltet sich. Angenommen sein wird erlebt. Die Zeit hat eine andere Geschwindigkeit im Dunkeln.
»In der Stille der Dunkelheit kannst du die Trauer deines Herzens hören.« (Ivonne Weingart, 1974)
Und dann tauchen manchmal unversehens Erkenntnisse, Einsichten oder sogar Visionen auf. Im Inneren verborgen liegt ein Geheimnis, das es sich lohnt zu heben, sagen MystikerInnen »Je größer wir die Finsternis erkennen, desto wahrer erreichen wir in der Finsternis das unsichtbare Licht.« (Nikolaus von Kues 1401-1464)
Ich selbst habe die Dunkelheit lieben gelernt. 
Einmal 10 und ein anderes Mal 14Tage verbrachte ich im Rahmen eines Dunkelretreats in absoluter Lichtlosigkeit.
In diesem Artikel werden Übungen und Erfahrungen aus dem Workshop vermittelt, in dem wir für eine Weile die Augen geschlossen hielten. Gemeinsam wagten wir nach Innen zu schauen und es durfte sich Unerwartetes zeigen. 

Autorin: Bettina Specht

Kraft aus der Stille-Meditation in der Wüste
Essenzielle Resonanzräume der Heilung


Zusammenfassung Vianova -Verlag:

Dieser Beitrag verbindet ihr Wissen aus verschiedenen spirituellen Traditionen mit der biodynamischen Psychologie und Psychotherapie. In der therapeutischen, begleitenden Arbeit mit der feinstofflichen Ebene des Menschen können Erfahrungen auftauchen, die eine besonders feinfühlige Begleitung und ein umfassenderes transpersonales Verständnis erfordern. Dabei sollte der Verstand zurücktreten, damit das Bewusstsein mit einer tieferen Dimension – der Essenz des Wesens – in Berührung kommen kann. Bettina Specht berichtet insbesondere über Erfahrungen, die Teilnehmer/innen der von ihr konzipierten „Wüsten-Retreats“ gemacht haben. In einer abschließenden Perspektive geht es um die Rückkehr in den Alltag, um die Einbettung des Individuums im kollektiven Heilungsraum Erde, um die Kraft der Erde sowie die Verbindung zwischen individuellen Transformations- und Heilungsprozessen und kollektiver Trauma-Arbeit.

Autor: Harald Piron für Vianova Verlag

Die Primärpersönlichkeit als Quelle einer gelebten, verkörperten Spiritualität

Zusammenfassung

„Sitze zufrieden“ oder auch „Sitze vergnügt“ ist ein kurzer Satz von Gerda Boyesen gewesen, der mich lange begleitet. Was genau bedeutet es, zufrieden zu sein? Zufriedenheit ist mehr als Akzeptanz. Mit dem gelebten Moment zufrieden zu sein, beinhaltet Wertschätzung und Dankbarkeit, auch geschehen lassen, sich anvertrauen an das Leben selbst. Liebende Hinwendung und Freude hin zum Leben und dem Kontakt zu einem anderen Menschen sind Qualitäten einer primären Persönlichkeit. Diese Primärpersönlichkeit öffnet sich mehr und mehr, wenn wir uns mit uns selbst zu Hause fühlen. Ein entspanntes und freundliches Umfeld ist enorm hilfreich. Ein freies Bewusstsein und Offenheit entfalten sich nicht unter Stress. Wer schon einmal für längere Zeit meditiert hat, weiß um dieses Feld, das im Hintergrund immer da ist. Doch durch den Selbstreflex der Alarmiertheit, die Gewohnheit, das Negative zu erwarten, durch Bewertungen und besonders Selbstverurteilung sind wir meist weit entfernt von Zufriedenheit und vergnügtem Sitzen. 

Wie können wir uns auch unter schwierigen Umständen erfüllt und verbunden fühlen?

Dieser Workshop stand unter den Vorzeichen eines zweiten Lockdowns wegen der Covid19-Pandemie und gab uns damit die Chance, genau diese Frage zu erforschen.

Autorin: Bettina Specht

Herzraum- eine feine Begegnung mit dir selbst
Zusammenfassung

Feine Körperarbeit, einfach und ganz zugewandt zu sich selbst, hilft die Intimität mit dem eigenen Sein, die Nähe zu sich selbst zu kultivieren. Manchmal mutet es fast an wie eine Körpermeditation, aus der sich kreative Elemente entwickeln. Auf jeden Fall ist es eine einfache Praxis. Gespeist aus dem Zuhören zu sich selbst. So können sich Verspannungen und Fixierungen im Körper lösen.

Und währenddessen im „Augenwinkel der Aufmerksamkeit“ ruht das Gewahrsein auf dem Herzen. In der entspannten, vertrauten Nähe mit dem eigenen Herzen erzählt es seine Geheimnisse.

Das ist der Nährboden für Begegnungen in einer wahren, echten Art und Weise. Zuerst mit sich selbst,  dann mit anderen Menschen, mit der Natur und dem Leben selbst und vielleicht mit dem Ursprung und dem Ende von all dem.

Autorin: Bettina Specht

Der Blick verliert sich in der Weite

Bis zum Horizont sehe ich nur Sanddünen. Ich sitze hier und genieße diese Ferne. Mein Auge streicht über die weichen Formen der Dünen. Sie wirken heute so weiblich rund. Dort vorn läuft eine von den Frauen, die soeben im Retreat sind. Es ist sichtbar, dass sie glücklich ist. Sie rennt die Dünenberge rauf und runter, tanzt, kehrt immer wieder zu einem Baum, der scheinbar ihr Platz ist, an dem sie meditiert, zurück. Es sieht frei und lebendig aus. Ihr rotes Tuch weht im Wind, hebt sich farbig kontrastreich zum hellen Sand ab. Es erfreut mich, das zu sehen.

Das Buch

Wüstenlicht und Dunkelraum- Geschichten aus der Stille

Immer wieder erfahre ich, wie wohltuend es für die Teilnehmenden ist, sich auf sich selbst zu besinnen. Wenn die Welt voller Krieg, Krisen und der drohenden Klimakatastrophe aus den Fugen gerät, braucht und gibt die Seele Orientierung. Wir brauchen die Hinwendung zum Inneren. 

Im Buch erzähle ich Dir im ersten Teil die Geschichte meiner eigenen Erlebnisse in der Wüste, in Dunkelretreats und deren Spuren im Leben.

Aus dem Erfahrungsschatz mit den Menschen, die ich begleiten durfte, ist der zweite Teil ein Übungs- und Lesebuch entstanden.

Zur Entfaltung Deines eigenen Potenzials findest Du Anleitung für Deine innere Forschungsreise. Ergänzt mit inspirierenden Erfahrungen, Texten, Gedichten, Geschichten von Teilnehmenden wird deutlich, wie wir uns entwickeln. 

Feinfühlige, lebendige Menschen gestalten eine feinfühlige, lebendige Welt. Sei ein Teil davon.